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Wahl des richtigen Lesegeräts

Die Wahl des richtigen Barcode-Lesegeräts beginnt mit der sorgfältigen Prüfung Ihrer vorhandenen Anwendung zum Lesen von Barcodes. Welche Barcodearten werden gelesen, wie schnell ist die Produktionslinie und wie langlebig soll die Lösung sein? Wo wird das Lesegerät installiert und welche physikalischen Einschränkungen herrschen vor? Wie soll das Lesegerät kommunizieren? Das sind jedoch längst nicht alle Fragen, die Sie sich stellen müssen.

Symbologien

Datenanforderungen für den Bestand oder Track&Trace-Anwendungen liegen heutzutage oft nur noch bei wenigen Kilobytes. Aus diesem Grund scheint ein 1-D-Barcode die logische Lösung zu sein. Mit wachsendem und immer komplexerem Betrieb werden die Datenanforderungen jedoch schnell ansteigen. Es ist empfehlenswert, die zukünftigen Anforderungen sowie die Vorteile eines 2-D-Codes sowie die Möglichkeit zum Lesen von beschädigten Barcodes bereits in diesem Stadium zu berücksichtigen. Heute verfügen Sie vielleicht über eigene Vertriebskanäle. Doch Wachstum oder neue Kunden in entfernt gelegenen Orten machen es ggf. erforderlich, ein externes Logistikunternehmen einzuschalten, wodurch Sie nicht länger die Kontrolle über die Qualität der Code-Markierungen haben werden. Deshalb empfiehlt es sich, bereits heute in bessere Technologie zu investieren, um spätere Upgrades von Ausrüstung möglichst gering zu halten.

Leserate

Sobald Ihre Produkte von einer Maschine oder einem Mensch bearbeitet werden, besteht die Gefahr, dass der maschinenlesbare Code beschädigt wird. Selbst wenn die Datenanforderungen des Produkts, Form und Größe eindeutig für eine 1-D-Barcode-Lösung sprechen, so setzen Sie Ihre Supply Chain ohne integrierte Fehlerkorrektur für 2-D-Codes erheblichen Gefahren aus, denn bereits raue Förderbandrollen, spitze Metallbefestigungen oder schmutzige Handschuhe können einen maschinenlesbaren Code verschmieren, zerkratzen oder beschädigen. Ohne entsprechende Fehlerkorrektur führen schlechte Codes zu niedrigen Leseraten, mehr Nacharbeit und höheren Personalkosten.

Dieses Problem betrifft nicht nur Papier- und Kunststoffverpackungen. Auch in Metall geätzte Codes können verzerrt oder beschädigt werden. Wenn die Genauigkeit der Supply Chain für Ihr Unternehmen wichtig ist, muss Ihr Lesegerät in der Lage sein, nicht nur frisch gedruckte Codes zu lesen, sondern insbesondere auch Codes auf unruhigem Hintergrund, z. B. auf Pappe gedruckte Codes oder Codes, die beschädigt oder verformt sind oder zu geringen Kontrast aufweisen. Und wenn Drucker, Prägegeräte oder Laser nicht mehr den technischen Anforderungen entsprechen, (und dies wird der Fall sein), so müssen Sie die Gewissheit haben, dass Ihr bildverarbeitungsgeführtes System rechtzeitig einen Alarm auslöst, bevor Tausende fehlerhafte Produkte auf den Markt gelangen.

Verwendung

Die Scanumgebung ist entscheidend dafür, welche Art von Lesegerät am besten geeignet ist. Wenn es Ihre Anwendung erfordert, dass Kartons verschiedener Größe gelesen werden, die sich in hoher Geschwindigkeit auf einem Förderband bewegen, so ist ein kleines, stationäres Lesegerät die beste Wahl. Dient das Lesegerät der letzten Bestandsprüfung für Dockarbeiter, die ein- oder ausgehende Produkte ent- oder beladen, so ist ein tragbares Lesegerät am besten geeignet. Für Kuriere oder Techniker im Außendienst bietet sich ein Mobilcomputer mit integrierter Barcode-Lesefunktion an, der ein schnelles Scannen von Verpackungen oder Prüfen von Gerätespezifikationen unterstützt.

Gesamtbetriebskosten

Um die Auswirkungen der Leserate in Zahlen darstellen zu können, muss zunächst geklärt werden, was passiert, wenn ein Barcode-Scanner einen Code nicht lesen kann. Tritt also ein fehlerhafter Lesevorgang auf, muss das Paket in eine Station ausgeschleust werden, wo ein Bediener entweder die Daten manuell eingibt oder den defekten Barcode durch einen neuen ersetzt und das Paket erneut dem Sortierprozess zuführt. Ein derartiger fehlerhafter Vorgang führt zu erhöhten Arbeitskosten und zu einer verringerten Effizienz der automatischen Sortieranlage.

Analyse des Leserate-Arbeitskosten-Verhältnisses in einem großvolumigen Verteilzentrum
Leserate Lesefehler Max. Anzahl der
Pakete/Tag
Nachbearbeitungszeit
insgesamt (Personenstunden/Tag)
Anzahl der für die Nachbearbeitung
benötigten Arbeiter
Arbeitskosten
(US$/Jahr)
97% 3.802 122.918 95,05 11,9 $499.012,50
98% 2.535 124.185 63,38 7,9 $332.718,75
99% 1.268 125.452 31,7 4 $166.425,00
99,50% 634 126.086 15,85 2 $83.212,50
99,90% 127 126.593 3,18 0,4 $16.668,75
4 Sigma 89 126.631 2,23 0,3 $11.681,25
5 Sigma 26 126.694 0,65 0,1 $3.412,50
6 Sigma 1 126719 0,03 0,00 $131,25
Um die Auswirkungen von falsch gelesenen Codes deutlich zu machen, betrachten wir ein Verteilzentrum mit hohem Volumen, das täglich über 125.000 Verpackungen bearbeitet. Wenn dieses Werk durch den Einsatz von bildbasierten Code-Lesegeräten die Leseraten von 99% auf 99,9% verbessert, kann das Management davon ausgehen, dass über 1.100 Lesefehler pro Tag vermieden werden und dadurch fast $150.000 pro Jahr an Arbeitskosten eingespart werden, basierend auf einen durchschnittlichen Nacharbeitszeit von nicht gelesenen Paketen von 1,5 Minuten und Arbeitskosten von $15/Stunde. Und hierbei handelt es sich nur um Finanzkosten; die weichen Kosten, z. B. Beeinträchtigung der Kundenbeziehung oder Rufschädigung, sind hierbei nicht zu vernachlässigen.

Bei einem derart hohen Volumen muss für automatische Sortiersysteme unbedingt berücksichtigt werden, dass in punkto Langlebigkeit die Betriebskosten die Anschaffungskosten deutlich überwiegen. Die Wahl einer Verbraucherlösung für Industrieanwendungen könnte somit eher enttäuschende Ergebnisse liefern. Setzen Sie daher auf solide Lösungen, die Schwachstellen weitgehend eliminieren.
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