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Anwendungsstandards zur Barcode-Verifizierung

Medical devices, label, automotive parts

Barcode-Verifizierung ist der Prozess der Einstufung der Qualität von 1D-, 2D- und DPM-Codes (Direct Part Mark) nach bestimmten Standards. Zahlreiche Hersteller überwachen die Qualität ihrer Codes bereits mit Prozessmetriken und Datenvalidierungssoftware auf ihren Barcode-Lesegeräten. Dies ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung, stellt jedoch keine echte Verifizierung dar und kann später in der Lieferkette große Probleme verursachen. Einige Industrie-Ausschüsse haben zur Vermeidung von Problemen Anwendungsstandards entwickelt, die eine Erfüllung ihrer Regeln bezüglich der Barcode-Markierung und -Klassifizierung verlangen.

Ein Anwendungsstandard gibt an: 

  • Welche Art von Symbologie zugelassen ist 
  • Welcher ISO-Standard zur Bewertung herangezogen wird 
  • Welche Bewertung mindestens erreicht werden muss 
  • Blendenöffnung, das X-Maß Spektrum, erforderliche Beleuchtungswinkel 
  • Wie die Daten innerhalb des Barcodes formatiert sein müssen

UDI für medizinische Geräte 

Die FDA schreibt vor, dass alle medizinischen Geräte ab dem Jahr 2020 einen Unique Device Identifier (UDI) aufweisen müssen. Ein UDI ist ein Barcode mit speziellen Informationen, die von der FDA für alle medizinischen Geräte vorgeschrieben werden. Die Regelung verlangt, dass alle medizinischen Geräte mit einem Barcode versehen sein müssen, dessen Klasse gemäß den Bestimmungen von GS1 oder HIBCC festgelegt wurde und der die Chargennummer, Seriennummer und gegebenenfalls das Verfallsdatum des Produkts angibt. Darüber hinaus verlangt die FDA, dass ein Teil der Informationen in jedem UDI-Barcode in das Global Unique Device Identifier Database (GUDID) -System der FDA eingegeben wird. Die angeforderten Informationen hängen von der Art des medizinischen Geräts ab. 

GS1 für Handelslogistik und Verkaufsstellen 

Bei Barcodes für Einzelhandel, Transport und Lebensmitteldienste kommt ein Standard zum Einsatz, der von GS1 zur Regulierung der Barcode-Qualität in deren Branche erstellt wurde. Hersteller auf der ganzen Welt müssen sich bei GS1 anmelden, um ihre individuelle GTIN-Nummer zu erhalten, die gewährleistet, dass keine zwei Produkt-Barcodes mit derselben Symbologie die selben Daten enthalten. Diese Hersteller müssen sich an die im GS1 Standard vorgeschriebene Datenformatierung halten und die erforderliche Druckqualität erfüllen. 

UID (MIL-STD-130) für das Verteidigungsministerium 

Artikel, die an das Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten verkauft werden, müssen eine nach dem MIL-STD-130-Anwendungsstandard markierte UID verwenden. Dieser wurde entwickelt, um der US-Regierung die Verfolgung von Details wie Kauf, Wartungsprotokolle und Außer-Betriebs-Daten in einem zentralen Register zu erleichtern. MIL-STD-130 Data Matrix Codes müssen sowohl den Anforderungen auf Lesbarkeit (Druckqualität) als auch denen auf Datenformatierung genügen. Die Anforderungen bezüglich der Druckqualität können über Messungen gemäß ISO 15415, AS9132 oder AIM DPM erfüllt werden. Die Daten müssen gemäß ISO 15434 formatiert werden. 

Automobilindustrie 

Die Automotive Industry Action Group (AIAG) gründete 1981 das Barcoding Project Team, um Standards der Automobilindustrie für Barcodes zu entwickeln. Seither sind Barcodes in den Lieferkettenstandards für die Automobilindustrie behilflich. 1984 beschloss die AIAG die alphanumerische Symbologie Code 39 und veröffentlichte die ersten branchenweiten Barcode-Standards: Barcode Symbologie (B-1) und Versand-/Teileidentifikationsetikett (B-3). 

Seit der Gründung des Barcoding Project Teams wurden weitere Richtlinien für Zulieferer der Automobilindustrie erstellt.  Dazu zählen branchenweite und unternehmensspezifische Initiativen. Zwei der Industriestandards sind im Folgenden aufgeführt. 

  • GM 1724 ist die allgemeingültige Etikettenspezifikation von General Motors
  • AIAG B-17 ist eine Richtlinie zu 2D-Direct-Part-Marking für die Automobilindustrie. Die Richtlinien verwenden die AIM DPM-Standards zur Überprüfung der Qualität des Barcodes.  

Luftfahrt 

Die Luftfahrtindustrie verwendet viele Symbologien, Markierungsverfahren und Anwendungsstandards. Etikettensysteme nutzen sowohl 1D- als auch 2D-Symbologien, einschließlich Data Matrix Codes zur eindeutigen Identifizierung von Gegenständen, Bestandsbewegung und Kontrolle. Mechanische Teile aus Kunststoff, Aluminium, Keramik und Stahl werden in vielen Fällen direkt durch Nadelprägung, Laser und chemische Ätzung sowie andere Verfahren markiert. 

Lineare Barcodes (Code 128, Code 39, die in ATA Spec 2000 genannt sind) auf Etiketten und Typenschildern können nach den Qualitätsspezifikationen ISO-15416 bewertet werden. Data Matrix Barcodes, die sowohl in ATA Spec 2000 als auch dem MIL-STD-130 des Verteidigungsministeriums angegeben sind, können mit allen Verifizierungssystemen geprüft werden, besonders die DPM-Modelle. Ein weiterer beliebter Standard ist die eigene Spezifikation für nadelgeprägte DPM-Markierungen in der Luftfahrtindustrie AS9132.  

Barcode-Verifizierer und -Software erstellen Berichte über die Code-Qualitätsparameter und validieren die Daten bezüglich ihrer Konformität mit ISO sowie diesen Anwendungsstandards. Laden Sie den Leitfaden zur Barcode-Verifizierung für Einsteiger herunter und erfahren Sie mehr über die Anwendungsstandards und Verifizierung. 

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